
Rundfahrten

BASILIKA SANTA MARIA DELL'IMPRUNETA (Piazza Buondelmonti) Die aus dem 11. Jahrhundert stammende Basilika wurde während der Renaissance umgebaut und um bedeutende Kunstwerke bereichert, zu denen die zwei kleinen Tempel von Michelozzo, die Terrakotta-Kunstwerke von Luca Della Robbia sowie die Kappelle der Madonna zählen, welche das den byzantinischen Stil nachahmende Abbild der Jungfrau Maria enthält (aus dem 13. Jahrhundert). Besonders interessant ist die Krypta der ursprünglichen Pfarrkirche sowie die beiden Kreuzgänge an der Seite der Kirche.
DIE TERRAKOTTA-öFEN Ausgehend vom Platz in Impruneta führt uns der Rundgang abwärts zur Via di Cappello entlang der Via della Fonte; hier finden wir zahlreiche Terrakotta-öfen, deren Betreiber voller Stolz ihre auf der ganzen Welt berÜhmten Terrakotta-Erzeugnisse zur Schau stellen. Hierzu zählen große handgemachte Krüge, die einst als Olivenölbehälter genutzt wurden und heute die Gärten und Atrien der Florentiner Villen zieren.
S. ANDREA IN PERCUSSINA Entlang der Straße, die von den Scopeti nach San Casciano Val di Pesa führt, stoßen wir auf diesen Weiler, der seine Berühmtheit der Gastfreundschaft verdankt, die er einst dem großen Politik-Theoretiker der Renaissance, Niccolò Machiavelli, gewährte. L'albergaccio, sprich das Haus, in dem der berühmte Gast während seines Aufenthalts residierte, existiert auch heute noch. Empfehlenswert ist zudem ein Besuch in der nahen Kirche von S. Andrea, in der Fresken aus dem 15. Jahrhundert erhalten sind.

SCHLOSSBURG GABBIANO Die Ursprünge dieser Anlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Sie stand im Besitz der Familie Soderini, bekannt vor allem wegen ihres Abkömmlings Piero, der im Jahr 1502 zum Banneträger von Florenz erwählt wurde. Die Schlossburg ist heute in gut restauriertem Zustand mit viereckigem Grundriss und vier runden Türmen an jeder Ecke sowie einem rechteckigen Turm als Zugangsbeschränkung. In der Nähe der Anlage steht die Villa Branca, ein aus dem Mittelalter stammendes Gebäude, das in den nachfolgenden Jahrhunderten erweitert wurde.
SCHLOSSBURG VON VICCHIOMAGGIO Diese in einer strategisch günstigen Position zur Beherrschung des Tals der Greve angeordnete Schlossburg gehörte im Jahr 1000 zum Besitz des langobardischen Adels. Im Mittelalter stand die Anlage im Zentrum diverser Streitigkeiten zwischen den Feudalherren und aus dieser Zeit stammen so auch die Umfriedungsmauer und die Wehrtürme. Das heutige Bauwerk verweist auf eine Vielzahl unterschiedlicher Stilrichtungen: im Westen stellt es sich als mittelalterliche Burg dar, während die entgegengesetzte Seite die typische Struktur einer toskanischen Villa des 17. Jahrhunderts aufweist. Zu beachten ist hier vor allem der große Saal aus dem 15. Jahrhundert.
DIE VILLEN Die ohnehin bezaubernde Hügellandschaft um die Ortschaft Impruneta wird durch zahlreiche Villen und monumentale Landhäuser noch weiter verschönert; eine Besichtigung wert ist die grandiose Villa Corsini in Mezzomonte mit ihren Salons und dem Park im italienischen Stil; nicht zu vergessen auch der Rote Turm ("Torre Rossa") der Adelsfamilie Gherardini in San Gersolè und die Villa Larderel bei Pozzolatico aus dem 18. Jahrhundert.

DIE PINIENHAINE Das Gebiet der Impruneta ist die wahre grüne Lunge von Florenz; direkt hinter der Ortschaft Tavarnuzze beginnen in der Tat ausgedehnte Pinien- und Eichenwälder, die sich über Hunderte von ha in Richtung Greve und Strada In Chianti erstrecken. Das Unterholz aus Wacholder, Erika, Holunder und Mäusedorn bietet einer örtlichen Fauna Schutz, die nicht nur aus Wieseln, Wildschweinen, Stachelschweinen und Käuzchen besteht, sondern in den abgelegeneren Bereichen sogar Füchse und Rehe umfasst.
AUF ENTDECKUNGSREISE IM WEINKELLER Eine der interessantesten Arten, Einblick in die Welt der Impruneta zu erhalten, ist sicherlich der Besuch eines Landguts nach dem anderen, um dort den hervorragenden örtlichen Wein zu kosten und auf einem Stückchen des berühmten toskanischen Weißbrots eines der besten Extravergine-Olivenöle weit und breit zu probieren. Im Gebiet des Chianti hat die Gastfreundschaft Tradition: ein Plausch mit den Weinbauern oder ein Besuch in deren Weinkellern, wo der gute "Chianti dei colli Fiorentini" hergestellt und gelagert wird, kann so zu einer ebenso alltäglichen wie wertvollen Erfahrung werden.
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